Zwischen See- und Neuseeland

Zwei Freiburger Seeländer reisen ans andere Ende der Welt. Ihre nahezu unzerstörbaren Schweizer Tourenvelos haben sie dabei zuverlässig durch die halbe Welt gebracht.

Pete Mijnssen, Chefredaktor (pete.mijnssen@velojournal.ch)
26.03.2013

pmh. Vor zwei Jahren brachen Brigitte Batt und Klemens Huber auf – vom freiburgischen Wohnort Fräschels über den Ofenpass Richtung Osten. Die Reise führte sie über die Türkei, Turkmenistan und China nach Thailand. Nach einem kurzen Unterbruch in der Schweiz starteten sie vor einem Jahr erneut via Bangkok, Indonesien, Australien Richtung Neuseeland.

Mitte April werden sie nach knapp 44?000 Kilometern in Gretzenbach erwartet. Dort steht die Fabrik Aarios von Rahmenbauer Ramel, welche die beiden Weltenbummler mit hochwertigen Reiser­ädern ausgestattet hat. Und dort werden sie Arnold Ramel auch Bericht darüber erstatten, wie sich die Räder bewährt haben. Bis jetzt war das Duo – abgesehen von einem defekten Tretlager –sehr zufrieden, wie ihrer Homepage zu entnehmen ist. Laut Ramel war der Defekt auf eine fehlerhafte Rohloff-Schaltung zurückzuführen, die anstandslos, auch nach Ablauf der Garantiezeit, in Kulanz ersetzt wurde. «Seit dreissig Jahren haben wir mehrere Hundert hochwertige Reiseräder hergestellt», sagt Ramel.

Von Gretzenbach aus um die Welt

Seine Fahrräder verkaufen sich vor allem über Mund-zu-Mund-Propaganda. So kommen neben einer treuen Schweizer Stammkundschaft auch mal deutsche Kunden nach Gretzenbach bei Olten, was ihn besonders freut. Die Qualität von Reiserädern ist unter den Radtouristen natürlich immer ein Thema, da wird oft gefachsimpelt. Ramel erzählt auch die Anekdote von einer Radfahrerin, die sich per telefonischer Fernanweisung auf dem Jakobsweg bei einem Velohändler erklären liess, wie das Rohloff-Hinterrad aus- und wieder eingebaut werden musste.

Oft schauten die Kunden aber bereits bei der Montage ihrer Räder den Aarios-Mechanikern über die Schultern, damit sie unterwegs wissen, auf was sie achten müssen – um auch mal selber Hand anlegen zu können. Das gehöre zum Aarios-Service, so Ramel. Wie auch dieser freundliche Willkommenstermin. Was ist der Plan? «Das nehmen wir so, wies kommt», sagt Ramel gelassen. «Sicher gehen wir zusammen Mittagessen.»

18. April, Ankunft bei Aarios, www.by-the-way.ch

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