Was kommt nach dem «alten Zopf»?

Die Abschaffung der Velovignette steht bevor. Sie sei ein «alter Zopf», meinen viele Politikerinnen und Politiker. Die Entscheidung weckt allerdings gemischte Gefühle. Verschlechterungen bei der Rückführung gestohlener Velos stehen mögliche Vergünstigungen bei der Versicherung gegenüber.

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Ivo Mijnssen (Text), Gian Vaitl (Fotos)
Politik, 16.09.2010

Für die politische Mehrheit ist klar: Die Velovignette 2011 wird wohl die letzte sein. Die Befürworter der Abschaffung verweisen auf die ineffiziente und bürokratische Parallelstruktur, welche die Velovignette erfordert. Das Velo könne problemlos in die Privathaftpflichtversicherung integriert werden, so die Meinung. Versicherungsexperten rechnen gar mit niedrigeren Prämien, da in Zukunft die Risiken an die breite Bevölkerung verteilt werden.

Bleibt noch das Problem mit dem Veloklau: Die Polizei würde ein zentrales Veloregister wie in Holland begrüssen, wie dies in einer Interpellation von CVP Nationalrätin Ruth Humbel gefordert wird. Doch auch hier winkt der Bundesrat ab: Er sieht den Nutzen eines nationalen Veloregisters nicht.
 

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