Zu Beginn des Spielfilms mit dem Titel «Quicksilver» hat der smarte Börsenmakler Jack Casey (Kevin Bacon) eine nachhaltige Begegnung mit einem Velokurier. Er sitzt in einem Taxi und bezahlt den Fahrer, damit sich dieser ein Wettrennen mit einem frechen Velokurier liefert. Der Taxifahrer hat im chaotischen Stadtverkehr keine Chance und wird vom Zweiradfahrer abgehängt. Casey ist beeindruckt. Als Erinnerungsstück für ihn bleibt das Beret des Kurierfahrers auf der Strasse liegen. Er steckt die Kopfbedeckung ein. Kurze Zeit später verspekuliert sich Casey an der Börse und verliert sein ganzes Vermögen. Selbst das Geld seiner Eltern hat der junge Mann dabei verloren. Nachdem er ihnen sein Scheitern gebeichtet hat, setzt er sich das Beret auf und nimmt beim Unternehmen Quicksilver einen Job als Velokurier an. Seine Eltern wie auch seine Freundin sind alles andere als begeistert von seinem neuen Betätigungsfeld.
Neuer Job und neue Freunde
Casey freundet sich mit Hector (Paul Rodriguez) und Terri (Jami Gertz) an. Hector möchte sich selbstständig machen und träumt von einem eigenen, mobilen Hotdog-Stand. Casey setzt sich für Hector ein. Dieser wird sich zum Schluss des Films seinen Traum erfüllen können. Die Beziehung zu Terri wird für den ehemaligen Börsenmann im Verlauf des Films immer enger.
Dafür gibts mit einem anderen Kollegen Ärger. Voodoo, dargestellt von Lawrence Fishburne, dem Mann, der später unter anderem mit der Rolle des Morpheus, dem Mentor von Neo, in der erfolgreichen Science-Fiction-Trilogie «Matrix» weltberühmt wurde, bereitet dem Hauptdarsteller Schwierigkeiten. Der Konflikt gipfelt in einem haarsträubenden Velowettrennen. Den grössten Ärger beschert unserem Helden aber ein dubioser Dealer namens Gypsy (Rudy Ramos). Sein Strassenkreuzer ist zugleich Büro und Wohnung. Gypsy missbraucht die Quicksilver-Fahrer als Drogenkuriere. Wer sich mit Gypsy anlegt, lebt gefährlich. Diese Erfahrung musste bereits Voodoo machen, und auch Terri muss einiges einstecken. Casey mischt sich ein, es kommt zum Showdown.
Mehr Fantasie als Realität
«Quicksilver» ist Unterhaltung, die man als Velokenner nicht zu genau analysieren sollte. Etwa dann, wenn sich die Fahrräder der Kuriere in Kunstradvelos verwandeln, mit denen sie alle möglichen Tricks vorführen können. Die Fantasie des Drehbuchautors und Regisseurs Thomas Donnelly war in diesen wie auch den halsbrecherischen Fahrszenen nicht zu zügeln. Und nicht zu vergessen: Passend zum Film gibts den Sound von Roger Daltrey (The Who). Das Stück «Quicksilver Lightning» findet man übrigens auch auf YouTube.
DVD
«Quicksilver», USA 1986
Drehbuch und Regie: Thomas Donnelly
Kamera: Thomas Del Ruth
Schnitt: Tom Rolf
Musik: Tony Banks
Produktion: Michael Rachmil, Daniel Melnick
Darsteller: Kevin Bacon (Jack Casey), Jami Gertz (Terri), Paul Rodriguez (Hector), Lawrence Fishburne (Voodoo), Rudy Ramos (Gypsy), Andrew Smith (Gabe Kaplan), Gerald S. O’Loughlin (Mr. Casey) und weitere
Bemerkungen: Import-DVD in englischer Sprache oder über Streaming-Dienste wie iTunes erhältlich.







