«Twoo» und «Bike Days»

Erstmals in die Muba integriert, dauerte die vierte Ausgabe der «Twoo» zehn statt vier Tage. Das Konzept wurde von den einen begrüsst, anderen dauerte die Ausstellung zu lange.

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23.03.2011

Nach einem fulminanten Start 2008 und zwei Folgeausstellungen in den alten, düs­teren Basler Muba-Hallen erstrahlte die diesjährige «Twoo» dank der neuen Messeleitung von Fairmeetings und dank neuem Konzept. Eine helle und freundliche Zweiradausstellung war anzutreffen. Die verlängerte Messedauer von zehn Tagen hatte allerdings schon im Vorfeld den «Spreu von Weizen» getrennt. Während Anbieter wie Simpel, Thömus und Flyer zu den gewohnten Ausstellern gehören, verzichteten grössere Hersteller wie Trek Villiger, Komenda und Intercycle auf einen eigenen Auftritt. Tour de Suisse präsentierte in Basel das neuste Elektro-Rennpferdchen, das «Impuls», und sorgte damit für eine der wenigen Neuheiten. Überhaupt lag das Schwergewicht bei urbanen und «elektromobilen» Velos.
Philipp Douglas von Simpel zieht eine positive Bilanz: «Die ‹Twoo› ist zu einem wichtigen Jahrestermin geworden». Nüchterner sieht es Jvan Aeberli, der Schweizer Imporeur der Faltvelomarke Dahon: «Der ‹Twoo› fehlte in der Muba-Halle der direkte Velobezug, kaum jemand kam extra wegen der ‹Twoo› an die Messe.»

Erstaunlich überregional

Wie in den vergangenen Jahren kamen  viele Besucher aus der Region Basel und Süddeutschland, aber auch aus fast allen Regionen der Deutschschweiz. Konkrete Besucherzahlen für die «Twoo» wurden in diesem Jahr keine veröffentlicht, da die separate Erfassung mit der Integration in die Muba-Hallen nicht mehr möglich war. Einen guten Marktüberblick konnten sich die Besucher im Elektrovelo-Segment verschaffen, wo mehr als die Hälfte der marktrelevanten Anbieter vertreten waren. Aber auch das Non-Profit Projekt «Velos für Afrika» konnte einen Erfolg verbuchen. Gemäss Messeleitung wurden über 400 Velos für die Weiterverwendung abgegeben.

Raphael Oerer von der Organisations­­firma Fairmeetings ist zufrieden: «Der Start der Neuausrichtung ist gelungen», ist er überzeugt. Im Ausstellungskonzept sieht aber auch Fairmeetings noch Verbesserungspotenzial. Die Anordnung der Stände und die kritisierte kurze Test­strecke sollen fürs nächste Jahr überdacht werden. Auch bei der Ausstellungsdauer werden andere Lösungen in Betracht gezogen. Eine Knacknuss ist im nächsten Jahr der Termin. Die Muba wird auf die Zeit vom 13. bis 22. April verschoben, also mitten in die Velosaison – und kurz vor die «Bike Days» in Solothurn.
 


3. Runde für die «Bike days»

Eine Velo-Marktübersicht, attraktive Cross-Country-Rennen und zahlreiche Aktivitäten für die Besucher – die «Bike Days» machen Solothurn Anfang Mai für ein Wochenende zur Velostadt. Das nationale Velo-Festival trifft mit dem ausgebauten Angebot an E-Bikes den Nerv der Zeit.
Die neusten Zahlen des Branchenverbands velosuisse zeigen: E-Bikes liegen im Trend. Darauf reagieren auch die «Bike Days» mit einem neuen E-Bike-Testvillage inklusiv eines speziell für E-Bikes angelegten Kurztests. Insgesamt umfasst die Messe rund 110 Aussteller mit über 320 Marken, die neben verschiedensten Velotypen diverse Produkte rund ums Velo präsentieren.

Wettkämpfe mit Schurter und Süss
Der Stopp der Cross-Country-Rennserie «Racer Bikes Cup» während den «Bike Days» lockt die Weltelite des Bikesports nach Solothurn. Ihre Teilnahme bestätigt haben unter anderem Gesamtweltcupsieger Nino Schurter und Marathon-Weltmeisterin und Vorjahres­siegerin Esther Süss.

Attraktives Rahmenprogramm
In zahlreichen Workshops können die Besucher ihre Fahrtechnik verbessern oder E-Bikes testen. Für Kinder bieten die «Bike Days» zwei separate Kurztests, auf welchen die Kleinen auf Laufrädern und die Grösseren auf Testvelos ihre Geschicklichkeit testen. Insgesamt erwartet das OK der «Bike Days» 17?500 Besucher in Solothurn.

«Bike Days», 6. bis 8. Mai 2011
www.bikedays.ch

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