Fabian Baumann,
Redaktor
(fabian.baumann@velojournal.ch)
News,
27.09.2018
Vor sieben Jahren präsentierte eine Gruppe um Initiator Andy Rihs ihre Idee der Öffentlichkeit. In Grenchen sollte eine neue Trainingsstätte für den Schweizer Bahnradsport entstehen. Aus dem Plan wurde Realität.
Fabian Baumann,
Redaktor
(fabian.baumann@velojournal.ch)
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27.09.2018
Der verstorbene Andy Rihs hat den Radsport geprägt. Sein Engagement als Sportmäzen machte es möglich, dass die Marke BMC lange Zeit ganz oben im Profisport mitspielte. Zahlreiche Erfolge zementierten den Status des BMC-Teams in ihren rot-schwarzen Tenues als eine der stärksten Equipen im Profiradsport.
Dazu gehörten etwa Cadel Evans’ Gesamtsieg der Tour de France sowie prestigeträchtige Erfolge an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro, bei Frühjahrsklassikern wie Paris–Roubaix und bei Weltmeisterschaften im Mannschaftszeitfahren.
Andy Rihs’ Herz schlug aber auch für den Bahnsport. 2011 präsentierte die Stiftung «Velodrome Suisse» in Grenchen ihr Projekt einer neuen Trainings- und Wettkampfstätte für den Schweizer Bahnradsport: Eine Multifunktionalhalle mit einer eingebauten 250 Meter Radrennbahn.
«Mit dem Velodrome Suisse bieten wir eine neue Infrastruktur, um den heimischen Radsportnachwuchs zu fördern», sagte Andy Rihs, Initiator und Stiftungsratspräsident von «Velodrome Suisse» anlässlich der Präsentation. Als Patron steuerte Rihs selbst zwei Millionen Franken zum Projekt bei. Daneben konnte er die Gemeinde und Sponsoren überzeugen, sodass aus der Idee innert kurzer Zeit Wirklichkeit wurde.
Im Juni 2013 öffnete das Velodrome bereits die Pforten. Das Herzstück der Halle ist das 250 Meter lange Bahnoval. Für den Bau wurde mit Walter von Lütcken ein ausgewiesener Spezialist nach Grenchen geholt. Der Zimmermann hat sich mit seiner Firma auf Holzbahnen spezialisiert und verfügt über Referenzen rund um den Globus. Die Grenchner Bahn besteht aus 150 Tonnen sibirischem Fichtenholz. Drei Wochen lang nagelten Lütckens Zimmermänner jedes Brett von Hand fest. Das Resultat kann sich noch immer sehen lassen. Kein Versatz stört die aufs Härteste gepumpten Reifen der Bahnfahrerinnen und Bahnfahrer.
Und die Grenchner Bahn ist schnell. Im September 2014 verbesserte der deutsche Jens Voigt den bis dato gütigen Stundenweltrekord um mehr als 400 Meter. Und nur wenige Monate später legte der Australier Rohan Dennis die Latte im Kampf gegen die Stunde auf knapp 52,5 km.
Seit dem Jahr 2017 hat die Halle einen neuen Namensgeber. Die Schweizer Uhrenmarke Tissot sicherte sich das Namensrecht. Am Betrieb änderte sich nichts. Die Sportstätte gehört weiterhin der Stiftung Velodrome Suisse. Der Stiftungszweck mit der Radsportförderung in der Schweiz ist unverändert.
Am 13. Oktober feiert das Tissot Velodrome nun das fünfjährige Bestehen. Auf die Besucherinnen und Besucher wartet ein breites Programm. Neben Shows und musikalischen Darbietungen gibt es im Oval Rennen in zahlreichen Bahndisziplinen. Daneben sind mit UGD, DT Swiss und BMC auch Vertreter der Schweizer Velobranche als Aussteller in Grenchen vertreten. Der Eintritt zur Jubiläumsveranstaltung ist kostenlos.

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