Stephan Pörtner ist gerade aus Frankreich zurückgekehrt, wo er für das Zürcher «Tagblatt» an einer Fortsetzungsgeschichte gearbeitet hat. Zum Interviewtermin ist der vor allem von seinen Köbi-Kriminalromanen her bekannte Autor mit dem Velo erschienen, wie es sich gehört. Es ist für ihn als Stadtmensch das wichtigste Verkehrsmittel.
Bevor Pörtner sich für die «Papierbranche» entschied, war er im Getränkehandel aktiv. Bereits in jener Zeit absolvierte er die Ausbildung zum Dolmetscher. Noch heute ist er als Übersetzer tätig. Unter anderem hat er die Graphic Novel «Persepolis» ins Deutsche übertragen.
Velo fahren und schreiben. Gibt es hier Parallelen? Pörtner: «Ich denke schon. Beides sind Einzeldisziplinen. Es gibt Durststrecken, man kann aber auch in einen ‹Flow› geraten, wo alles wie fast von selbst läuft.» Diese Momente seien aber rar. Pörtner sagt, frei nach Edison: «Wie beim Velofahren bewegen sich diese Hochgefühle bei etwa zehn Prozent. Neunzig Prozent ist Übung. Der grösste Teil der Arbeit landet im Papierkorb.»
Ausdauer und Disziplin sind ebenso gefragt, und Pörtner scheint damit gesegnet zu sein. Demnächst sind weitere Werke von ihm im Buchladen erhältlich. Erstmals hat sich der Umtriebige dabei als Herausgeber versucht. In diesen Tagen erscheint im Verlag Walde+Graf das von bekannten Schweizer Comic-Künstlern und Zeichnern illustrierte Buch «Hosenlupf – eine freche Kulturgeschichte des Schwingens». Und im nächsten Frühjahr erscheint sein fünfter Köbi-Roman im Bilgerverlag. In dieser Geschichte zieht es Köbi in die Bündner Berge. Ob er dabei auch mal aufs Mountainbike steigt, wollte der Autor weder bestätigen noch dementieren.







