Urban Bike Festival: Schöner als Fliegen

Das Urban Bike Festival im Westen der Stadt Zürich feiert den Start der Velosaison. Die Veranstaltung spricht Szenegängerinnen, Alltagsradler und Familien gleichermassen an. Im April geht es in die dritte Runde – mit bewährten Highlights und einigen Neuerungen.

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Fabian Baumann, Laurens van Rooijen
Neuheiten, 21.03.2018

Wer Anfang April einen Grillabend im Freien plant, sollte das am Wochenende vom 6. bis 8. April in Zürich tun. Warum? Weil dann das Urban Bike Festival stattfindet und es in Zürich West blauen Himmel und frühsommerliche Temperaturen geben wird. Zumindest war dies bei den ersten zwei Austragungen so. Laut Statistik ist Petrus also ein Fahrradfan. Der Anlass findet auch dieses Jahr rund um den Turbinenplatz statt. Draussen sind die Expo-Pavillons und die Testboxen als bewährte Elemente wiederum gesetzt. Drinnen im historischen Schiffbau präsentieren die Aussteller eine farbenfrohe Fahrrad- und Zubehörschau.

Wer mit dem Kauf eines neuen Velos liebäugelt und es ausgiebig Probe fahren möchte, kann sich freuen: Die Veranstalter sperren neu die Giessereistrasse. Damit wird der Testbereich nochmals grösser und führt rund um den schmucken Backsteinbau herum, wo einst Raddampfer gebaut wurden, die noch heute Touristen auf dem Zürichsee herumschippern.

MEHR AUSSTELLER, MEHR RAUM

Am bewährten Programm haben die Organisatoren kaum gerüttelt. Erneut gewachsen ist die Expo. Neben bisherigen Ausstellern wie Tour de Suisse oder Flyer sind 2018 auch neue Marken mit dabei.

«Wir konnten rund 20 neue Brands dazugewinnen», sagt die Medienverantwortliche Olivia Schoch. Ein Blick auf die Ausstellerliste bestätigt, dass es sich dabei um grosse Namen handelt. So sind etwa Continental Bicycle Systems oder Kettler neu mit an Bord. Auch die zur taiwanischen Kymco-Gruppe gehörende Marke Klever präsentiert ihre E-Bikes zum ersten Mal dem Schweizer Publikum. Und mit E-Motion Distribution hat ein neuer Akteur in der Schweizer Vertriebslandschaft – mit Marken wie Cobi, Coboc oder Texlock im Portfolio – seinen ersten grossen Auftritt am Velofestival.

Nicht nur für Testfahrten steht heuer mehr Platz zu Verfügung, auch die «Active Zone» erhält mehr Raum: Zwischen dem Turbinenplatz und dem gerade fertiggestellten Schiffbauplatz findet mit den Urban Bike Games das jüngste Programm-Highlight statt. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus den bisherigen Wettkämpfen im Rollensprint, Pumptrack- und Minidrome-Rennen. Das Format verspricht für Teilnehmerinnen und Zuschauer gleichermassen attraktiv zu werden.

IM ZEICHEN DER FRAUEN

Das trifft auch auf den Bike Lovers Contest zu. Denn dieses Jahr bieten die Veranstalter den Teilnehmern eine noch prominentere Bühne im Eingangsbereich des Schiffbaus. Der Wettbewerb der Rahmenbauer feiert im April sein 10-Jahr-Jubiläum. Ausgestellt und prämiert werden Räder zum Thema «Lady Like – Velos von und für Frauen von elegant bis rasant». Und nicht nur die Fachjury, sondern auch das Publikum kürt den Gewinner mit.

Obwohl im vergangenen Jahr gut besucht, wird es 2018 keine Neuauflage der Podiumsdiskussion geben. Die Schiffbau-Box sei einer anderen Veranstaltung vorbehalten, weshalb man sich gegen eine Wiederholung entschieden habe. «Das Urban Bike Festival steht für urbane Mobilität auf zwei Rädern. Wir machen uns stark für ein Miteinander und Akzeptanz im Strassenverkehr», sagt Olivia Schoch dazu. Mit der Stadt Zürich als Partner setze man ein politisches Statement und ein Zeichen für die Veloförderung.

Bereits zum dritten Mal mit dabei ist Danny MacAskill. Mit seinen Kollegen Duncan Shaw, Fabio Wibmer und Ali C beginnt der 32-jährige Trial-Star die Drop-and-Roll-Show-Tour 2018 in der Limmatstadt. Nicht weniger akrobatisch ist der Auftritt des Velomechanikers und Schweizer Kunstrad-Cracks Yannick Martens, der gemeinsam mit seiner slowakischen Partnerin und den Flatlandern von BMXZH seinen Sport modern interpretiert.


Volle Halle: Das Urban Bike Festival kommt beim Publikum gut an. 

EINE WERTVOLLE ERGÄNZUNG

Mit dem Fokus auf Alltagsrädern, mit E-Bikes und dem Versprühen von Velo-Lifestyle haben es die Veranstalter geschafft, in nur zwei Jahren eine wertvolle Ergänzung zu ihren sportlich ausgerichteten Bike Days in Solothurn zu etablieren. So zieht der Event bereits nach zwei Austragungen auch Menschen von ausserhalb der Stadt an – rund 20’000 waren es in den vergangenen Jahren.

Und dank des Rahmenprogramms, bestehend aus Shows, Rennen und Konzerten, schafft es das Urban Bike Festival, Szenegänger, Alltagsradler und Familien gleichermassen anzusprechen und das Velo facettenreich ins Rampenlicht zu rücken. Die zentrale Lage im ehemaligen Industriequartier trägt ihren Teil zum Charme des Urban Bike Festivals bei. Anstatt den Grill selber anzuschmeissen, empfiehlt Velojournal, zwischen dem 6. und 8. April nach Zürich zu fahren.

www.urbanbikefestival.ch

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