Liebe Dottoressa V. Love
Ich bin eine begeisterte Velofahrerin und jetzt im zweiten Trimester meiner Schwangerschaft. Der Gedanke ans Velofahren nach der Geburt macht mich unsicher, und ich wollte Sie deshalb um Rat bitten. Konkret interessiert mich, wie ich gleich nach der Geburt wieder auf das Velo steigen kann. Da meine Sattelzone am gleichen Ort ist wie der – nun – Baby-Ausgang, fürchte ich mich vor dem Velofahren als neue Mami.
Patrina W., Filisur
Liebe Mami to be
Als werdende Mutter gibt es neue Herausforderungen auf dem Velo. Der britische Gesundheitsdienst warnt Frauen vor dem Velofahren in der Schwangerschaft, weil die Gefahr besteht, vom Rad zu fallen. Andere Gesundheitsorganisationen warnen vor Überhitzung im ersten Trimester. Sie sind schon im zweiten, aber vielleicht hilft Ihnen ein kleiner Ventilator am Velorahmen dabei, «down under» kühl zu bleiben. Die Website «Swissmom» schreibt, dass Velofahren in der Schwangerschaft gegen Krampfadern hilfreich sein kann.
Sichtbarkeit bedeutet auch Sicherheit. Wenn Sie sich also im Verkehr unsicher fühlen, ziehen Sie eine Warnweste an. Eine Ergänzung dazu könnte ein Lautsprecher sein, der «Baby an Bord!» ruft – einen Aufkleber am Velo sähe ja niemand. In den Niederlanden wurde die Idee bereits erfolgreich von Pizzakurieren getestet: Da deren Elektrotöffli zu leise sind, haben sie einen Lautsprecher dabei, aus dem Motorengeräusche ertönen — nachgeahmt von einer Stimme. Sie sagt ausserdem «Dominos», «Pizza» und «lecker». Verstörend, aber effektiv.
Und vielleicht landen Sie ja sogar Ihren eigenen Youtube-Hit. Für das Velofahren nach der Geburt gibt es hingegen eine klare Antwort: einen ergonomischen Easy-Sattel. Dieser hat eine Doppelfunktion als bequemer Sattel und Diebstahlsicherung. Alle potenziellen Diebe ohne Hämorrhoiden oder Dammschnitte werden nie ein Velo mit einem ergonomischen Sattel stehlen. Dafür ist er viel zu wenig cool.
Ihre Dottoressa V. Love







