In der Stadt Zürich weht der Veloförderung und dem vor knapp Jahren mit viel Tamtam angekündigten Masterplan Velo ein kalter Wind entgegen. Im Verkehrsdepartement sitzt neu der freisinnige Vespafahrer Filippo Leutenegger, und die NZZ schiesst aus allen Rohren. Der «Weltwoche»-Scharfschütze Lucien Scherrer schreibt gar, Leuteneggers grüne Vorgängerin sei «vom Glauben durchdrungen, dass der Staat befähigt sei, ein Volk von Velofahrern heranzuziehen». Die Veloförderer glaubten wie die alten Sozialisten, sie müssten «einen neuen Menschen schaffen». Ist Zürich das neue Reich des Bösen? Und droht nach Jahren der Entspannungspolitik ein neuer, kalter Verkehrskrieg?
B.V., Bachenbülach
Sehr geehrter Herr Veizovic
Wir erleben in Zürich eine Machtübernahme, die fatal an die Annexionspolitik totalitärer Regime erinnert. Zuerst heizen scheinbar autonom agierende, in Wahrheit aber von den Veloförderern bezahlte Rowdys die Stimmung an. Mithilfe einer mächtigen Propaganda-Maschine (à la «das Volk braucht gesunden Lebensraum») werden dann die Autos zu Sündenböcken gemacht und politisch marginalisiert. Schliesslich bieten gefälschte «Volksentscheide» zu Städteinitiativen oder zur 2000-Watt-Gesellschaft eine scheinbare Legitimation für die Machtübernahme.
In Zürich durchschaut das Volk die Manipulation. Das wird allen klar, die die Online-Kommentare zu Artikeln über Veloförderung lesen. Die ökofaschistische Utopie wird aber zwangsläufig an ihren eigenen Widersprüchen scheitern. Denn auf den staugeplagten städtischen Achsen des Bösen entstehen täglich neue Widerstandsnester mit Tausenden von Freiheitskämpfern, und es werden immer mehr – eine wütende Masse, die auf Rache sinnt.
Auf vier Rädern harren sie im Stossverkehr auf der Strasse aus, immun gegen die Schalmeienklänge der «grünen Städte». Sie sind bereit, unter der Devise «kein Fussbreit den Ökofaschisten» tage-, wochen- oder monatelang zu stehen. Freiheit hat ihren Preis, und den müssen alle bezahlen.
Ergebenst, Ihr Dr.V. Love







