Auf dem Arbeitsweg mit dem Velo bin ich es gewohnt, auf die unterschiedlichsten Hindernisse zu achten. Doch seit Kurzem ist zum Salz, das meine Kette frisst, noch ein weiteres Ärgernis hinzugekommen. Die plötzlich aus dem Nichts auftauchenden Schlaglöcher! Und das Schlimmste daran ist, dass sie kaum zu erkennen sind. Vor allem nicht in Dämmerung und Dunkelheit. Muss ich mir nun so ein vollgefedertes Mountainbike kaufen oder aufs Tram umsteigen, um dem Slalomparcours auf der Strasse zu entkommen?
Norbert G.
Sehr werter Herr Grantigger
Tatsächlich: Auf unseren Strassen herrscht der Notstand! Vorbei die Zeiten, in denen wir uns mit Modalsplit, Velolichtsignalen und «Teile die Strasse»-Slogans beschäftigten. Jetzt geht es ums nackte Überleben. Denn bald schon werden die von Ihnen erwähnten Slalomfahrten noch das kleinste Problem sein – es wird noch schlimmer!
Diesen Winter wurden zehn Prozent des Strassenbelags «gesprengt». Das weiss der Zürcher Strasseninspektor Reto Färber. Und wer ist schuld? Offiziell der Frost. Aber glauben Sie das wirklich? Wer steht wirklich hinter dem «Frost»? Die CIA? Der Uno-Klimarat? Ich bin mir sicher: Hinter den Schlaglöchern steckt jemand, der bewusst versucht, unsere Schweizer Verkehrsharmonie zu zerstören – und der Plan geht auf!
Die Folgen spüren wir am eigenen Leib: Autofahrer werden laut Färber regelmässig «durchgeschüttelt», wenn sie über den stark zerstörten Belag fahren. So in die verkehrstechnische Steinzeit zurückgeworfen, verursachen sie Unfälle oder fahren ihr von den Schlägen zerrüttetes Gefährt in einem Anflug von Verzweiflung unkontrolliert in die Limmat – ohne Rücksicht auf Verluste.
Auch der öffentliche Verkehr leidet: Offenbar wurden auch die Tramschienen Ziele des Naturkatastrophen-Terrors. Die Folge: Trams entgleisen, verlieren auf dem löchrigen Belag die Kontrolle und donnern ins Gebäude der UBS am Paradeplatz.
Was tun? Trams und Autos müssen im Interesse der gesellschaftlichen Stabilität sofort aus dem Verkehr gezogen werden. Darauf folgt die Verteilung von vollgefederten Mountainbikes an alle Bürgerinnen und Bürger. Nur so kommen wir gegen den Naturkatastrophen-Terror an.
Ergebenst, Ihr Dr. V. Love
Ihre Fragen an dr.v.love@velojournal.ch







