DoppelStrategie bringt Erfolg

Innert fünf Jahren hat sich SchweizMobil etabliert. Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, wird das Angebot stetig ausgebaut, sowohl bei der Infrastruktur wie bei der elektronischen Kommunikation: Ab sofort ist auch mobiler Kartendownload möglich.

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Peter Hummel
14.07.2014

Das 33 000 Kilometer lange, einheitlich signalisierte Routennetz von SchweizMobil wartet mit einem neuen Zusatznutzen auf. Das kostenpflichtige Angebot SchweizMobilCard heisst nun SchweizMobil Plus. Damit können nicht nur Routen gezeichnet und Distanzen, Höhenmeter und Zeiten berechnet, sondern alle Originalkarten von SchweizMobil respektive swisstopo auf mobilen iOS und Android-Geräten auch ohne Netzempfang genutzt werden.
Damit wird die Website als Hauptkommunikationsmittel aufgewertet. 2013 wurde www.schweizmobil.ch 4,4 Millionen Mal aufgerufen – ein Beweis für die wachsende Beliebtheit. Seit drei Jahren kann man sich hier registrieren und so eigene Routen zeichnen. Die kostenlose SchweizMobil-App ist schon 250 000-fach heruntergeladen worden. Sie gilt heute als Standard im Outdoorbereich, und die Verbreitung dürfte nochmals zunehmen, weil seit Juli auch der integrale Kartendownload möglich ist, dies auch dank angepassten Lizenzbedingungen von swisstopo. Markus Capirone: «Während unsere Website das perfekte Instrument für die Planung der Tour zu Hause ist, bietet die App nun ein vollwertiges Tool während der Tour.»

GPS und Wegweiser
Eine zunehmende Herausforderung stellt der Unterhalt der bestehenden Infrastruktur dar. Rund 200 000 Wegweiserstandorte und 500 Infopoints wollen instand gehalten sein. Allein im Veloland hat sich die Anzahl der Wegweiser seit 1998 verdoppelt. Baustellen, Vandalismus und Souvenirjäger sorgen dafür, dass immer wieder Wegweiser ersetzt werden müssen. Bedingt durch die unterschiedlichen Trägerschaften ist die Qualitätskontrolle auf unterschiedlichem Stand. Während das «Wanderland» auf Wanderweg-Organisationen zählen kann, die das Netz in regelmässigem Turnus à jour halten, ist das Veloland auf die Gewissenhaftigkeit der kantonalen Strassenunterhaltsdienste angewiesen.
Ist im Zeitalter der Handynavigation eine lückenlose Beschilderung überhaupt noch zeitgemäss? Projektleiter Markus Capirone vom Velobüro Olten meint Ja: «Erstens mag GPS im Auto ja perfekt funktionieren – doch angesichts der limitierten Energieversorgung und der manchmal schwierigen Topografie bei Wander- oder Mountainbikepfaden ist dies ‹im Feld› noch anders.» Zudem bewirke ein durch Wegweiser sichtbar gemachtes Netz die gewünschte Kanalisierung auf die besten Routen und mache damit erst den Ausbau möglich. Die Qualitätssteigerung der Sommerangebote hat Priorität. Auf der Website gibt es neu eine Rubrik «Gut zu wissen», und im Projekt «Veloland 2030» sind rund 400 Optimierungsprojekte vorgesehen. Sie dienen der Sicherheit, dem Komfort oder der Attraktivitätssteigerung. Noch nicht behoben wird damit ein Manko der Veloland-Wegweisung: Sie unterscheidet nur ungenügend zwischen touristischen Routen und Strecken für Alltagspendler (Tourenrouten sind mit einem hell­blauen Feld plus Routennummer gekennzeichnet).
 



Das kann SchweizMobil Plus
Nach einer einmaligen Registrierung (Jahresabonnement für 35 Franken) lassen sich Planquadrate von 10x10 Kilometer speichern. Dies ist ein Quantensprung punkto Verfügbarkeit und Geschwindigkeit im Gelände. In der Webkarte sind nun auch Wetterprognosen von Meteotest integriert, samt einer 4-Stunden-Niederschlagsprognose. Eine weitere Ergänzung ist die Verlinkung mit «Publibike». Der Hinweis «Miete Velo und E-Bike» ersetzt den Link zum «Flyerland», das durch den mehrheitlichen Wegfall der Batteriewechselstationen überholt ist. Auch für Mountainbiker gibt es Neuheiten: Direkt auf der Einstiegsseite «Mountainbikeland» findet sich nun der Hinweis auf eine Liste von stationären Anlagen: Pumptracks, Bike-Parks, Freeride-Pisten etc.

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