Das Leben rollen lassen

Susanne Rellstab liebt es, sich in der Natur aufzuhalten. Die ausgebildete Logopädin geht gerne mit ihrem Partner und ihren Freunden und Freundinnen biken.

Bruno Angeli, Autor (info@bruno-angeli.ch)
23.05.2012

Susanne Rellstab wuchs in Schwarzenegg auf, einem ländlichen Dorf im Raum Thun. Sie war als Kind oft mit dem Velo unterwegs. «Sei es, um meine Gspänli zu besuchen, eine Tour zu machen oder um zur Schule zu fahren. Ich hatte einen langen Schulweg.» Rellstabs früheste Erinnerung als Velofahrerin geht weit zurück: «Als Dreijährige wollte ich mit meinem roten Dreirad die steile Strasse vor unserem Haus runterfahren. Glücklicherweise packte mich im letzten Moment mein grosser Bruder.» Seither hat das Velo einen festen Platz in ihrem Leben – gerade auch in den Ferien. Allerdings sind geführte Biketouren mit unbekannten Menschen nichts für sie. Viel mehr bedeutet ihr ein Veloausflug mit ihrem Partner oder mit Freunden. Sie liebt es, sich beim Biken körperlich und mental anzustrengen. «Es ist aber auch schön, zwischendurch innezuhalten, Tiere zu beobachten, die schöne Aussicht oder auch einfach die Stille zu geniessen», ergänzt sie.

Susanne Rellstab bewegt sich nicht nur mit dem Velo. Auch Wandern und Klettern sind ihr wichtig. Eine Zeit lang war ihr Berufswunsch Ornithologin. Sie verwarf diesen Gedanken später und studierte in Fribourg Logopädie. Auf diesem Beruf arbeitet sie seit 2004. Sie bildete sich weiter und hat sich auf den klinischen Bereich mit Erwachsenen spezialisiert. Eine gute Wahl, wie es aussieht, denn Menschen helfen zu können, macht ihr sichtbar Freude. Vor allem, wenn eine Therapie anschlägt und Fortschritte sichtbar werden.

Freude am neuen Bike

Momentan arbeitet die Naturfreundin zu 40 Prozent als Selbstständigerwerbende in einer Praxis und zu 50 Prozent als Angestellte im Universitätsspital Zürich. Es kommt schon mal vor, dass sie während der Arbeit kurz innehält und lauscht. Von draussen hört man das Zwitschern gefiederter Tiere. «Ein Rotkehlchen», sagt sie. Es ist bald Feierabend, und es zieht sie nach draussen: «Ich habe Freude an meinem neuen Bike und lasse das Leben rollen.»

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