Das E-Vokabular

Das Elektrovelo gehört zum Strassenbild und ist für viele nicht mehr aus ihrer täglichen Mobilität wegzudenken. Um sich mit dem Angebot vertraut zu machen, lohnt es sich, erst ein paar Begriffe zu klären.

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Marius Graber
19.05.2016

Langsam oder schnell?
Wird das Elektrovelo vor allem zum Überwinden von Steigungen, zum Ziehen von Anhängern und im dichten Stadtverkehr genutzt, ist die Kategorie bis maximal 25 km/h eine gute Wahl. Ist man einigermassen fit, lohnt es sich, auch ein schnelles Modell (bis 45 km/h) zu probieren. Damit kommt man in der Ebene zügiger vorwärts, sodass auch längere Wege zu (Elektro-)Velodistanzen werden.

1 Wissen und Steuern
Auf dem Display können die verschiedenen Unterstützungsstufen eingestellt, Beleuchtung ein- und ausgeschaltet, die Geschwindigkeit abgelesen und der Akkustand überprüft werden. Die besseren Systeme geben eine Prognose ab, wie weit man mit dem Akku noch fahren kann.

2 Kontakt mit dem Smartphone
Das Handy kann über USB mit dem Strom des Elektrovelo-Akkus geladen werden. So kann man auch eine energieintensive Navigations-App auf längerer Fahrt nutzen, ohne dass sie den Handy-Akku leersaugt. Erste E-Bikes sind mit GPS und Mobilfunk ausgerüstet und melden so etwa den Standort des gestohlenen Velos, geben Wetterinfos oder weisen auf Wartungsintervalle hin.

3 Der Tank
Der beste Wert zum Bemessen der Akkukapazität sind Wattstunden (Wh). Galten vor wenigen Jahren Akkus mit 300 Wh noch als sehr gross, sind jetzt auch schon Akkus mit 600 Wh erhältlich. Für die meisten E-Biker haben 400-Wh-Akkus eine gute Grösse.

4 Reichweite
Entscheidend ist die Akkugrösse (Tank), aber auch, wie stark der Motor unterstützt. Zudem hängt die Reichweite vom Gelände ab, vom Gegenwind, davon, wie stark der Fahrer mittritt, von seinem Gewicht, vom Luftdruck in den Pneus, der Schaltung, dem Zustand der Kette, der Aussentemperatur. Fährt man nur bergauf, ist ein durchschnittlicher Akku nach 15 Kilometern leer. In der Ebene sind hingegen 100 Kilometer möglich.

5 Pedal-Power
Die 250 Watt, die ein Elektrovelomotor der langsamen Klasse bringt, sind eine vergleichsweise geringe Leistung. Nur schon ein Haarfön liefert viermal mehr. Der Effekt ist aber beeindruckend – was daher rührt, dass Velofahrer ihre Beinkraft einsetzen. Beim lockeren Pedalen kommen so nochmals 100 Watt dazu, bei Anstrengung können es auch 300 Watt sein.

6 Schaltung, auch elektronisch
Bisher waren Motor und Schaltung getrennte Systeme. Die neusten Schaltungen sind elektronisch oder gar automatisch gesteuert. So kann der Motor auf Schaltvorgänge reagieren, was zu einem einfacheren Schalten und zu flüssigerem Fahren führt.

7 Motor
Das Herzstück des Elektrovelos ist der Motor. Da dieser von den meisten Elektrovelomarken zugekauft wird, tauchen bei verschiedenen E-Bikes immer wieder dieselben Motoren auf. Marktführer sind Bosch, Panasonic, Shimano und Yamaha.

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